DEMBA TOUNKARA, SENEGAL

Projekt: Aufbau eines Elektrobetriebs

Ausgangsort in Deutschland: Prien am Chiemsee

Seine Mission: Sichere Elektrik und Ausbildung von jungen Elektrikern

Geplante Rückkehr: September 2021
Derzeitiger Status: Fundraising

Spendenbarometer



DAS PROJEKT

Demba hat in Prien eine Ausbildung zum Elektriker gemacht. Im September 2021 wird er in seinen Heimatort Diamniadio im Senegal zurückzukehren. Dort möchte er ein eigenes Elektro-Unternehmen gründen, Aufträge für Elektroinstallation (vor allem Hauselektrik) übernehmen, Mitarbeiter ausbilden, sowie einen Laden für Elektro- und Handwerkerbedarf betreiben. Für sein Projekt hat Demba bereits einen Business-Plan erstellt.

Demba hat eine Vision für den Senegal. In seinem Unternehmen möchte er moderne Sicherheitsstandards umsetzen, wie er sie in Deutschland kennengelernt hat. Dadurch können die im Senegal häufigen Stromunfälle verhindert werden. Durch die Ausbildung weiterer Mitarbeiter will Demba sein in Deutschland erlerntes Wissen weitergeben.

Dembas Traum vom eigenen Elektro-Unternehmen im Senegal schafft also nicht nur Ausbildungs- und Arbeitsplätze, sondern trägt auch zur Verbesserung von Sicherheitsstandards in seinem Heimatland bei.

 

PROJEKT-BLOG

Juni 2021

Demba bereitet seine Rückkehr vor

In seinem Heimatort hat Demba begonnen, ein Haus zu bauen, in dem er nach seiner Rückkehr mit seiner Familie wohnen und in dem auch seine Werkstatt mit Laden Platz finden wird. Zum Glück hat er das Grundstück schon vor einigen Jahren zu einem günstigen Preis erworben.

Jetzt steht dort ein Rohbau. Die Koordination der Arbeiten aus der Ferne ist aufwändig, gelingt aber gut. Sobald Demba vorort ist, wird er selbst mit zupacken und sich vor allem um die Elektrik kümmern; es soll eine Muster-Installation werden, die er künftigen Auftraggebern zeigen kann.

Das Haus ist natürlich entscheidend, damit Demba im September als Elektriker durchstarten kann. Für die Vollendung kann er im Moment jeden Euro dringend brauchen.

OKTOBER 2020

Stand auf dem Marktplatz

Am 16.10.2020 fand trotz Regenwetter und niedrigen Temperaturen unser erster Stand statt. Am Freitagmorgen bauten wir ein Zelt für unseren Verein auf dem Priener Marktplatz auf. Da an diesem Tag immer der Priener Wochenmarkt ist, waren einige Leute unterwegs. Wir hatten Plakate, Postkarten und Infomaterial zu Vision Yamalé ausgelegt. Außerdem sollte vor allem für Dembas Vortrag am kommenden Dienstag Werbung gemacht werden. Dazu hatten wir ca. 30 Einladungsschreiben ausgedruckt, die wir auch alle an Leute verteilen konnten. Insgesamt war die Aktion also durchaus erfolgreich.
OKTOBER 2020

Vortrag im Gemeindehaus

Am Abend des 20. Oktober 2020 fand der Vortrag „Rückkehr nach Westafrika – Innovationen bahnen sich ihren Weg“ im Gemeindeshaus der evangelischen Kirche Prien statt. Aufgrund der bestehenden Coronabestimmungen waren die Stühle im Saal im erforderlichen Mindestabstand voneinander aufgestellt und mit Namensschildern versehen worden. Des Weiteren mussten Maskenpflicht, sowie eine begrenzte Teilnehmerzahl eingehalten werden.

Trotz dieser Einschränkungen kamen jedoch viele Leute, sodass der Saal schließlich voll war.

Demba Tounkara stellt sein Projekt vor, zusammen mit Dr. Lucinde Braun (Vereinsvorstand). Demba erzählte von seiner Arbeit und Ausbildung bei Elektro Langl und erläuterte, warum er wieder in den Senegal zurückkehren möchte: Er will dort eine eigene Elektrofirma gründen und Mitarbeiter ausbilden. Außerdem lebt seine Familie im Senegal, die er sehr vermisst. Auch gegen die häufigen Stromunfälle im Senegal aufgrund von mangelndem Know-How möchte er etwas tun.

Anschließend folgte eine kurze Pause. Auf Tischen waren Listen mit Werkzeugen ausgelegt, die Demba für seine Rückkehr braucht. Die Gäste konnten sich bei dieser Gelegenheit direkt für die Spende eines Werkzeuges ihrer Wahl eintragen.

Danach erklärte Arne Burchard die rechtliche Lage in Bezug auf Migranten und gab einen Einblick in die Abschiebepraxis der Ausländerbehörden. Für einen Außenstehenden erscheint diese manchmal willkürlich und wird kontrovers diskutiert. Das Thema stieß auf großes Interesse im Publikum.

Helke Fussell präsentierte den Verein Vision Yamalé. Sie erläuterte das Konzept des Vereins: mit Afrikanern auf gleicher Augenhöhe zusammenzuarbeiten. Dann stellte sie die Vereinsgeschichte vor, angefangen mit dem ersten Team für Babakar Segnane im Jahr 2017, gefolgt von der Vereinsgründung im Jahr 2019. Anschließend wurden die Projekte im Einzelnen präsentiert, vor allem das von Babakar Segnane, der mit Hilfe des Vereins in den Senegal zurückkehren konnte und dort mittlerweile eine Landwirtschaft, ein Restaurant, sowie eine Catering-Firma betreibt. Helke ging außerdem kurz auf die erfolgreichen Projekte von Felix Fred und Efe Osas ein. Helke beendete ihren Vortrag mit einem Appell an die Teilnehmer, sich im Verein zu engagieren und machte Werbung für das „Priener Modell“, das auch in andere Kommunen weitergetragen werden soll.

Insgesamt war es ein gelungener Abend, der hoffentlich bei vielen das Interesse am Thema Rückkehrerprojekte und an Vision Yamalé geweckt hat.